Viereinhalb Jahre Bildungsarbeit im Nordschwarzwald

Evangelischen Erwachsenenbildung verabschiedet Bildungsreferentin Haselbacher
Nach viereinhalb Jahren engagierter Bildungsarbeit verlässt Susanne Haselbacher Ende September den Nordschwarzwald. Aus persönlichen Gründen zieht es sie nach Halle in den Osten Deutschlands. Das Team in der Geschäftsstelle und die Vorsitzenden haben Susanne Haselbacher nun verabschiedet.

Am 15. Mai 2015 begann Haselbacher als pädagogische Mitarbeiterin in der Evangelischen Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald. Geschäftsführer Tobias Götz berichtet, dass Haselbachers Arbeitsschwerpunkt zunächst in der Vorbereitung des Reformationsjubiläums 2017 in den Kirchenbezirken Calw, Nagold und Neuenbürg lag. Dazu gehörten immer wieder kreative Veranstaltungen wie das Luthermahl. „Ein herausragendes Projekt wurde „Luther im Schwarzwald“, in dessen Kontext die Webseite www.luther-im-schwarzwald.de entstand sowie ein gleichnamiges Buch mit über 80 Interviews, in denen unterschiedliche Personen aus dem nördlichen Schwarzwald darüber Auskunft geben, was ihnen Martin Luther bzw. die Reformation bedeuten.“ Christof Balz, zweiter Vorsitzender des Bildungswerks, hebt den „Talk im Garten“ hervor, den Haselbacher gemeinsam mit ökumenischen Partnern für die Gartenschau in Bad Herrenalb 2017 entwickelt hat. An drei Tagen je Woche haben Persönlichkeiten aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kirche Einblicke in ihr Leben und ihren Glauben gegeben. Schuldekan Thorsten Trautwein, Vorsitzender des Bildungswerks, betont, dass das Projekt „Schätze der Kirchen“ nachhaltig an Susanne Haselbacher erinnern werde, da zwei spirituelle Wanderwege für Leib, Geist und Seele entstanden seien, die einmal an die Waldenser um Neuhengstett sowie an den württembergischen Reformator Johannes Brenz rund um die Burg Hornberg erinnern. Zudem sei ein weiterer Weg am Entstehen, der Hirtenweg am Egenhäuser Kapf. Geschäftsführer Götz unterstreicht die aktuelle Bedeutung der Arbeitsfelder, die Haselbacher seit 2018 vorantrieb: Bildungsangebote zu Friedensethik und ökologischer Nachhaltigkeit im Kirchenbezirk Calw-Nagold sowie das Netzwerk 60+, das innovative und milieuorientierte Formate der jungen Seniorenarbeit im Kirchenbezirk Neuenbürg entwickelt. „Ohne die Projektstelle wäre diese umfassende Arbeit nicht möglich gewesen“, so Götz. Schuldekan Trautwein hebt in diesem Zusammenhang die Bedeutung der zahlreichen Kooperationen und Mitarbeitenden in den Projektgruppen hervor: „Susanne Haselbacher hat es hervorragend verstanden mit Vereinen, kirchlichen und kommunalen Verantwortungsträgern zusammenzuarbeiten sowie motivierte Einzelpersonen in ihre Arbeit einzubinden. Diese gute Arbeit trägt Früchte!“ Der Vorsitzende sagt schließlich „Gerne hätten wir Susanne Haselbacher noch bei uns behalten. Wir verstehen aber auch, dass ihr Weg sie weiterführt, auf diesem wünschen wir ihr Gottes Segen.“