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Willkommen bei der
Evangelischen Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald

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Viele Gesichter im Jahr 2017

Luther im Schwarzwald

In einem Buch äußern sich Menschen aus der Region zur Reformation. Schnuppern Sie auf einigen Seiten und verschaffen Sie sich einen Überblick über die befragten Personen und lesen Sie die 95 Thesen Martin Luthers in heutiger Sprache (Download als PDF)! Der Band mit 82 Interviews und vielen Bildern als 108-seitige gebundene Ausgabe können Sie hier zum Selbstkostenpreis von 15,00 EUR bestellen. Als Versandkosten innerhalb Deutschlands berechnen wir 3,00 EUR.

www.luther-im-schwarzwald.de

Landrat Helmut Riegger (Calw) und Landrat Karl Röckinger (Enzkreis) äußern sich in Videoclips zu Martin Luther. Auf der Website www.luther-im-schwarzwald.de finden Sie alle Interviews des Buches und weitere Materialien. Hier können Sie mitdiskutieren. Schauen Sie rein!


unsere nächsten Highlights:

Freitag, 28. Juli, 19:30 Uhr - Ev. Martinskirche Stammheim
Samstag, 29. Juli, 19:30 - Café Bellevue Bad Wildbad

Veranstalter und nähere Infos:
Ev. Erwachsenenbildung nördl. Schwarzwald, Tel. 07051-12656
E-Mail: info@eb-schwarzwald.de

Informationen aus und über Ecuador mit Nachwuchsmusikern aus Quito

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gefördert von der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) - Eintritt frei / Spenden erbeten

Von Klassik bis hin zu typisch andiner Musik und lateinamerikanischen Rhythmen ist beim Auftritt der „Brass Band del Ecuador“ alles dabei. Ein wahrer Höhepunkt, denn die Gruppe kommt aus der auf 2.800 Meter Höhe gelegenen Hauptstadt Quito. Ein breites Spektrum an Musik erwartet die Besucherinnen und Besucher. Die mithilfe einer Schweizerin gegründete Musikschule für Blechblasinstrumente hat zunächst ohne Stühle, ohne Unterrichtsmaterialien und ohne Instrumente auskommen müssen. Bis heute bietet sie auf diese Weise 87 talentierten, aber mittellosen Schülern eine umfassende und qualitative Ausbildung auf einem Hauptinstrument an, zum Beispiel Kornett, Trompete oder Flügelhorn. Die Tagesmusikschule ist für viele Kinder nebst der nur halbtags stattfindenden Schule ein Ort der Sicherheit und des sinnvollen Tuns. Verschiedene Talente wurden hier schon entdeckt und gefördert. Viele konnten dank internationaler Stipendien ihre Ausbildung an Musikhochschulen in Europa vertiefen.
Fünf Musiker aus der Gruppe geben eine Kostprobe von ihrem Können und vermitteln einen Eindruck von lateinamerikanischem Temperament. Gleichzeitig wollen sie auf die Situation in Ecuador aufmerksam machen, das am 16. April 2016 von einem verheerenden Erdbeben betroffen war. Auch die eigenen Übungsräume der Musikschule wurden dabei beschädigt.
Pfarrerin Stefanie Hinger war bis Juni des Jahres in der Evangelischen Kirchengemeinde Quito, der Hauptstadt Ecuadors tätig und wird über die Situation in dem andinen Land Südamerikas informieren.


unsere nächsten Veranstaltungen:

Donnerstag, 24. August 2017, 15:00 bis ca. 16:30 Uhr

Veranstalter und nähere Infos:
Ev. Pfarramt Bad Liebenzell, Tel. 07052-1397
E-Mail: pfarramt.bad-liebenzell@elkw.de

Veranstaltungsort: Bad Liebenzell, Ev. Gemeindehaus, Uhlandstraße 4

Unterwegs auf dem Jakobsweg - Teil II

mit Ilona Jahn, Organistin und Kirchenchorleiterin in Bad Liebenzell, Calw-Alzenberg

Mitveranstalter: Kurgast- und Gemeindenachmittag

Montag, 28. August 2017, 19:30 bis ca. 21:30 Uhr

Veranstalter und nähere Infos:
Ev. Pfarramt Neusatz-Rotensol-Bernbach, Tel. 07083-4685
E-Mail: pfarramt.neusatz-rotensol@elkw.de

Veranstaltungsort: Neusatz, Martin-Luther-Saal, Hindenburgstr. 3

Gnade allein, Glaube allein, Schrift allein

mit Dr. Anita Müller-Friese, Pfarrerin, Bad Herrenalb

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


aktuelle Programme und Flyer zum Download:

Halbjahresprogramm ab Februar 2017

Das Halbjahresprogramm informiert über ausgewählte Veranstaltungen in den Kirchengemeinden der Evangelischen Kirchenbezirke Calw, Nagold und Neuenbürg (Kreis Calw, westlicher Enzkreis und einzelne Gemeinden in den Kreisen Freudenstadt und Rastatt)

Halbjahresprogramm 2017 - 1 TalkimGarten.jpg TalkimGarten2web.jpg

"Talk im Garten"während der Gartenschau Bad Herrenalb 2017

Während der Gartenschau Bad Herrenalb 2017 laden die kirchlichen Bildungswerke ein zu einem Gespräch mit Personen des öffentlichen Lebens. Sie bringen ein Lebensmotto oder einen Slogan ein, der Ausgangspunkt für ein Gespräch beim treffpunkt Kirche ist. Der "Talk im garten" findet während der Gartenschau an jedem Donnerstag, Freitag und Samstag jeweils zwischen 15:00 und etwa 15:30 Uhr statt. Download Programm bis Juli Download Programm August bis September

Weitere Informationen über den Treffpunkt Kirche auf der Gartenschau unter www.gepflanzt.com.


Aktuelle Programme der ökumenischen "Akademien"

Programme ab März 2017
Nachmittagsakademi             Montagsakademie           Ökumenisches Forum
Calw                                     Altensteig                        Neuenbürg
  Flyer Nachmittagsakademie Calw Flyer Montagsakademie Altensteig Flyer Ökumenisches Forum Neuenbürg


Berichte aus der Arbeit des Bildungswerks:

Buchvorstellung

(Photo: Roland Buckenmaier)

Ein Buch "Luther im Schwarzwald" enthält 82 Interviews von Menschen aus dem nördlichen Schwarzwald.. Das Buch (104 Seiten, gebunden) kann zum Selbskosten-Preis von 15,00 EUR bei der Evangelischen Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald (Tel. 07051 - 12656, E-Mail) bestellt werden. Bei einer Zusendung fallen Porto- und Verpackungskosten in Höhe von 3,00 EUR an.

Luther im SchwarzwaldNähere Infos können Sie dem Artikel im Schwarzwälder Boten (PDF-Dokument) entnehmen. Wenn Sie Auszüge aus dem Buch lesen wollen, können Sie sich hier einen kurzen Überblick verschaffen: Schnupperlektüre Luther im Schwarzwald

 

 


Reisebericht Georgien - Armenien - Iran 2016 28 Teilnehmende aus der Region waren vom 1. bis zum 20. Oktober 2016 mit der Evangelischen Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald unterwegs auf der ehemaligen Seidenstraße zwischen Tblisi - Jerewan - Teharan und Shiraz. Sie ebsuchten nicht nur viele Statten des Weltkultur-Erbes, sondern trafen sich auch mit Christinnen und Christen in Georgien, Armenien und dem Iran.

Ihre Eindrücke haben sie in einem Reisebericht festgehalten.

Download als PDF-Dokument


Wolf Kirchberg berichtet über Trauma

Wenn der Krieg im Kopf nicht aufhört

Diplompsychologe Wolf Kirchberg gab in der Nachmittagsakademie Calw Anregungen für Angehörige und Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit

Zwei Photos befinden sich auf der Leinwand im Haus der Kirche in Calw. Eines davon zeigt Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten im Jahr 1945, ein anderes Photo Flüchtlinge auf der Balkanroute 2015. Ein Teilnehmer fragt: „Muss ich ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich mich mit dem Photo mit den Menschen am Ende des Zweiten Weltkriegs stärker identifiziere?“ Wolf Kirchberg ist Psychologe und erläutert im Rahmen der ökumenisch orientierten Nachmittagsakademie Calw posttraumatische Belastungsstörungen. Er weiß, dass Diskussionen über Flüchtlinge ein heißes Eisen sind. Auf der einen Seite befinden sich die Menschen, die helfen wollen und sich ehrenamtlich bis an den Rand ihrer Kräfte engagieren. Auf der anderen Seite gibt es die Vorbehalte gegenüber der „Willkommenskultur“, die teilweise mit Angst gepaart sind. Das ist nicht neu, wie Kirchberg mit einem Photo aus dem Jahr 1945 verdeutlicht. Bürger demonstrieren mit einer Aufschrift „Badens schrecklichster Schreck – der neue Flüchtlingstreck!!“ Und es gibt Menschen, die ihre eigenen Familienschicksale nicht loslassen.

„Nein, Sie sind völlig normal!“ Der Teilnehmer ist sichtlich beruhigt. „In der Psychologie komme ich mit moralischen Maßstäben meist nicht weiter“, erläutert Wolf Kirchberg seine Aussage. „Ich nehme den Menschen in den Blick und halte mir seine jeweilige Situation vor Augen. Mit erhobenem Zeigefinger komme ich in einer Therapie nicht zum Erfolg.“ weiterlesen


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Bertelsmann-Stiftung:
Landkreis Calw belegt in Sachen Weiterbildung bundesweit einen Spitzenplatz

Reinhard Kafka freut sich für die Evangelische Erwachsenenbildung im nördlichen Schwarzwald

„Die Lust auf Weiterbildung und lebenslanges Lernen sinkt“. So lautet das Ergebnis einer kürzlich vorgestellten Studie der Bertelsmann Stiftung . In ganz Deutschland? Nein! Ein von Schwabenköpfen geprägter Landkreis hört nicht auf, dem Genossen Trend Widerstand zu leisten. Denn wenn man die Ergebnisse der Studie genauer unter die Lupe nimmt, stellt man schnell fest: der Landkreis Calw ist bundesweit mit an der Spitze bei der Nutzung von Weiterbildungsangeboten – und in diese Statistik fließen die Daten aus der Evangelischen Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald mit ein. „13.070 Unterrichtseinheiten aus dem Bereich der Evangelischen Kirchengemeinden und des Bildungswerks konnten wir allein für 2015 nachweisen. 42.645 Personen nahmen an den Veranstaltungen teil.“ Reinhard Kafka, Geschäftsführer der Evangelischen Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald und Mitglied im Kuratorium der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, ist voll des Lobs für alle, die sich – überwiegend ehrenamtlich -engagieren.

Die Zahlen sprechen für Reinhard Kafka eine klare Sprache: „13.070 Unterrichtseinheiten, das bedeutet, dass in unserem Bereich 2015 an jedem Kalendertag (einschließlich Sonntag) etwa 36 Stunden Weiterbildung nicht nur angeboten sondern tatsächlich in Anspruch genommen wurde (von durchschnittlich 23 Personen pro Veranstaltung).“ Sein Bildungswerk sieht er als Teil eines Netzwerks mit der Katholischen Erwachsenenbildung Nördlicher Schwarzwald und den VHS’en in Calw und Nagold. „Ein toller Landkreis, wir freuen uns!“. Jede Bildungseinrichtung setzt eigene Schwerpunkte. „Wir machen viel im Bereich Familie. Mutter-Kind-Gruppen haben in den meisten Gemeindehäusern einen festen Platz, etwas rückgängig sind die Angebote für Senioren.“ Einen thematischen Schwerpunkt bilden die gut nachgefragten Veranstaltungen zu Philosophie, Theologie, Religion. Etwa 40 Prozent der Veranstaltungen widmen sich diesen Fragestellungen. „Schließlich haben in unserer Region Glaubensfragen seit jeher einen hohen Stellenwert und offene Angebote stoßen daher auf ein gewöhnlich hohes Interesse.“

Für die kommende Zeit hat sich die Evangelische Erwachsenenbildung viel vorgenommen. „Das Reformationsjubiläum geht bestimmt nicht still und klanglos an uns vorbei. Die Frage, wie Flüchtlinge in unserer Umgebung Unterstützung finden können, treibt gerade viele Initiativen im Umfeld der Kirchengemeinden um. Christliches Profil ist wieder neu gefragt.“ Mitte August wird das neuen Programmheft des Bildungswerks vorliegen. Nähere Informationen gibt es dann auf unserer Homepage.


Reisebericht Äthiopien 2015

Reisebericht einer Begegnungsreise nach Äthiopien

29 Teilnehmer waren im Herbst 2015 mit der Ev. Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald 14 Tage lang unterwegs in Äthiopien. Sie folgten damit einer Einladung der Mekane Yesus Kirche, der größten lutherischen Kirche Afrikas. Mit auf dem Besuchsprogramm waren Besuche in Westäthiopien. Im Norden konnten der Tana-See, Gondra und die Felsenkirchen in Lalibela aus dem 12. Jahrhundert (Nachbau des Heiligen Jerusalems) besichtigt werden. Download


Kirche in Gimbi

Die Kirchen sind zu klein

Reisegruppe der Evangelischen Erwachsenenbildung war unterwegs in Äthiopien

Es hat etwas Überzeugungsarbeit gedauert. Schließlich war Assefa Ayele bereit, dreißig Teilnehmern einer Studien- und Begegnungsreise der Evangelischen Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald eine Fahrt mit der Tram in Äthiopiens Hauptstadt Addis Adeba zu ermöglichen. Der erfahrene Reiseleiter war bisher noch nie in den hochmodernen Wagons aus chinesischer Produktion unterwegs gewesen. Es ist die erste vollelektrische Stadtbahn ihrer Art in den knapp 50 Staaten Afrikas südlich der Sahara. Ende September 2015 wurde ein erstes Teilstück mit einer Länge von 14 Kilometern eröffnet. Am Schluss war Assefa begeistert: „Ein Meilenstein in der Geschichte unseres Landes! Ein Tor zur Moderne hat sich geöffnet. Bislang ist Äthiopien international nur als bettelarmes Land bekannt.“

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Szenen aus der NS-Zeit irritieren

Szenischer Rundgang durch Calw

Ein Bericht im Schwarzwälder Bote vom 20. Juli 2015

Es war, als ob der Himmel weinen wollte über das, was sich vor mehr als 70 Jahren in der NS-Zeit in Calw zugetragen hat. In die drückende Hitze hinein ergossen sich immer wieder Regenschauer auf die gespannt lauschenden Zuhörer. Die Teilnehmer am Stadtrundgang mit dem Thema "Calw in der NS-Zeit" hörten und sahen bewegende Szenen, die ihnen sichtlich unter die Haut gingen.

"Die Juden müssen weg. Sie sind unser Untergang", hallt es plötzlich in aggressivem Ton über den Marktplatz. Verdutzt bleiben Passanten stehen und lauschten irritiert. Fenster der Häuser am Marktplatz öffnen sich und aufgeschreckte Bürger werden zu Zaungästen.

Zwei Jungen, Schüler der Badstraßenschule, meinen es handele sich um echte Streitigkeiten auf dem Marktplatz und eilen herbei. "Kann ich helfen, ich bin Streitschlichter in der Schule", ruft der zwölfjährige Junge aus dem Kosovo. Das ungeplante Zwischenspiel wird von den Umstehenden lobend wahrgenommen.weiter


Für manche findet der Weltkrieg nie ein Ende

Schwarzwälder Bote (Alfred Verstl) berichtet auf Seite 3 über eine Veranstaltung der Evangelischen Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald in Calw am 5. Mai 2015 mit Professor Dr. Hartmut Radebold, Kassel.

Der Artikel kann hier heruntergeladen werden.

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rbsuedindien.jpg Reisebericht der Studien- und Begegnungsreise nach Südindien auf den Spuren von Hermann Gundert (1814-1893)

26 Teilnehmer sind vom 26. Oktober bis zum 10. November 2014 in Südindien unterwegs gewesen.

Hier ist zu lesen, welche Erfahrungen Sie gesammelt haben

(PDF-Dokument, ca. 3 MB).

 

Aktuelles

Altensteig: Feldpost offenbart des Vaters Wesen

Schwarzwälder Bote 20150312

Ein lieber Vater, ein prügelnder Vater und einer, dessen Wesensart sich seinen Kindern erst aus Briefen erschloss, die sie 1982 von der Mutter in drei Schuhkartons überreicht bekamen. Die Erfahrungen der "Kriegskinder", die in der Montagsakademie zur Sprache kamen, sind vielschichtig.

Richtig kennengelernt hat der frühere Rektor des Altensteiger Christophorus-Gymnasiums das Familienoberhaupt – abgesehen von kurzen Urlaubsaufenthalten und am Krankenlager – letztlich nur durch die weit mehr als 400 Schreiben, die er als Kompanieführer aus Russland, Belgien, Frankreich und den baltischen Staaten per Feldpost "an meine Lieben daheim" schickte.

Was der heute 84-jährige Lehrer als Kriegskind erlebte, darüber hat ihn der Geschäftsführer der evangelischen Erwachsenenbildung, Reinhard Kafka, in der Altensteiger Montagsakademie interviewt. Und nach der obligatorischen Kaffeepause berichteten einige Zuhörer im katholischen Gemeindehaus, wie es ihnen in dieser Zeit erging, welche Grenzerfahrungen sie an der Schwelle zwischen Leben und Tod gemacht haben und warum in der Familie später über die Zeit zwischen 1933 und 1945 so wenig – wenn überhaupt – gesprochen wurde.

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Altensteig: Nach dem Krieg war Ablehnung groß

Jeder zweite Einwohner von Altensteig ist fern der Flößerstadt zur Welt gekommen. Viele "Reingeschmeckte" kommen aus der ehemaligen DDR, andere von weit her. Was sie "Zwischen gestern und morgen" – so der Titel der Veranstaltung in der Montagakademie – erlebt haben, berichteten vier Männer und drei Frauen.

Ausländer, Spätaussiedler, Flüchtlinge, Menschen auf der Suche nach Arbeit und Wohnraum sind nach Altensteig gezogen. Die meisten wollen für immer hier bleiben, hat Pfarrer Thomas Essrich beim Gespräch mit Zugereisten im katholischen Gemeindehaus erfahren.

Bei Hermann Brenner (76) erübrigte sich die Frage. Der Metzgermeister hat in Altensteig das elterliche Fleischereifachgeschäft übernommen. Nach dem Zweiten Weltkrieg sollte sich sein Vater als Gemeinderat um die Unterbringung von ostdeutschen Flüchtlingen kümmern. Die Begeisterung habe sich bei den Einheimischen in Grenzen gehalten. "Wir haben genug mit uns zu tun, jetzt sollen wir auch noch Leute aus dem Osten aufnehmen", habe der Vater wiederholt zu hören bekommen. Von der unverhohlenen Ablehnung jener Zeit sei, so Brenner, aber längst nichts mehr zu spüren.

Pieter de Jong ist gebürtiger Holländer. Mit 24 Jahren zog es ihn hinaus in die Welt. Ein Vierteljahrhundert arbeitete der Ingenieur in Afrika, sieben Jahre in Asien. Als der Mittsiebziger in Liberia eine Frau kennen lernte, kam er zum ersten Mal mit dem Schwarzwald in Berührung. In Altensteig fühlt er sich heute heimisch. Was ihm am Anfang missfallen habe: "Wir haben viele Leute zu uns eingeladen – aber umgekehrt war das nie der Fall."

Richard Mücke (85) hat 1929 im Sudetenland im deutsch-österreichisch-tschechischen Grenzgebiet das Licht der Welt erblickt. Als er neun Jahre alt war, brach der Zweite Weltkrieg aus. "Ich habe viele beängstigende Situationen erlebt", berichtete er mit belegter Stimme. Mit fünfzehneinhalb Jahren wurde er in die Wehrmacht eingezogen. 1946 sei die Familie "von einem Tag auf den anderen" von der tschechischen Kommandantur aufgefordert worden, das überwiegend von Deutschen bewohnte Gebiet zu verlassen. Die Familie sei gezwungen worden, mit unbekanntem Ziel in einen von 40 Viehwaggons zu steigen. Die Befürchtungen, nach Sibirien verbannt zu werden, hätten sich "Gott sei Dank" nicht bewahrheitet. Gelandet seien sie in Bayern. Als Jugenddorfleiter des CJD sei er 1962 nach Altensteig gekommen und habe dort schnell Anschluss gefunden.

Gudrun Lassahn kommt aus Sachsen. Als Bessarabiendeutsche musste ihre Mutter die rumänische Sprache lernen. Weil sie sich als Schwabenstämmige fühlte, "wollte ich unbedingt nach Baden Württemberg". Allerdings nicht nach Altensteig, sondern aufs flache Land. Es ist anders gekommen. Inzwischen fühlt sich die Frau eines Zahnarztes in ihrer neuen Heimat wohl. Im Altensteiger Liederkranz habe sie viele nette Menschen kennengelernt.

Lydia Bay stammt aus Usbekistan, 1993 kam sie nach Deutschland, lebte zuerst in Wildberg und seit 1996 in Altensteig. "Mein Heimatland ist schön, aber die Flüsse sind sehr kalt", erzählt die 59-Jährige mit einem Lächeln im Gesicht. Der Neuanfang in Altensteig sei ihr wegen der Sprache und weil sie den Beruf als Baumeisterin nicht mehr ausüben konnte schwer gefallen. Weil in Usbekistan "Faschisten an der Regierung" seien und Deutschland eine Demokratie sei, wolle sie auf keinen Fall in ihr Heimatland zurückkehren. weiterlesen


Seelennahrung von hoher Qualität

Präsentation Qualitätssiegel

Im Beisein von Prälat Christian Rose und dem Calwer Dekan Erich Hartmann stellte Schuldekan Thorsten Trautwein das Qualitätssiegel der Evangelischen Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald vor.

Umfangreiche Maßnahmen hatte in einem zwölfjährigen Prozess zur Zertifizierung geführt. Dafür wurde beispielsweise ein Leitbild erstellt und ein Qualitätsmanagementsystem entwickelt. "Wir haben eine Bestandsaufnahme gemacht", unterstrich Trautwein, "einen externen Auditor hinzugezogen, ein Handbuch zusammengestellt und Entwicklungsprojekte benannt."

Die Mühe hat sich gelohnt. Viele Abläufe von der Planung bis zur Auswertung einer Veranstaltung sind jetzt klar und nachvollziehbar strukturiert. Vorher hat alles auch funktioniert, aber jetzt sind die Verantwortlichkeiten transparent geklärt. "Wir setzen auf Beständigkeit, aber es gibt – wie wir es im Calwer Hermann-Gundert-Jahr mit 20 eigenen Veranstaltungen entdecken durften – immer wieder Platz für Entdeckungen an neuen Orten mit neuen Formaten und anderen Partnern. Die gute Nachfrage begeistert und bestärkt uns in unserer Arbeit", erklärte Reinhard Kafka, der Leiter des Bildungswerks.

Die Aufgabe des Bildungswerks sei es zuvorderst, die Kirchengemeinden zu unterstützen, Referenten zu vermitteln und als kirchlicher Dienstleister aufzutreten. Es sei jetzt Aufgabe gewesen, sich des eigenen Auftrages zu vergewissern auch im Hinblick auf Partnerschaften, auf den demografischen Wandel, die besondere Situation des ländlichen Raums und der technischen Entwicklung der Kommunikationswege. "Das Internet kann aber die persönliche Begegnung nicht ersetzen. Der Austausch von Meinungen in Lebens- und Glaubensfragen wird an Bedeutung nicht verlieren, stellt aber die Anbieter vor Veranstaltungen vor immer größer werdende Herausforderungen", ist sich Pfarrer Martin Schoch, Beauftragter für Erwachsenenbildung im Kirchenbezirk Calw, sicher.

"Wir haben inzwischen eine weiter gewachsene Zielgruppe, nämlich die der älteren, mobilen, gebildeten Menschen", erläuterte Schuldekan Trautwein, der Vorsitzend des Bildungswerks. "Es gehe um lebensbegleitendes Lernen weiterlesen

Salzmarsch: Widerstand ist friedlich

Salzmarsch Calw

Mit weißen Schals und dem Aufdruck "Salzmarsch Calw 2014" machten sich mehr als 100 Personen zwei Stunden lang auf den Weg durch die Calwer Straßen.

Zuerst mussten sie allerdings im Hermann-Hesse-Museum ein Gelöbnis unterschreiben: "Wir üben keine Gewalt aus. Unser Widerstand ist friedlich – auch um den Preis des eigenen Lebens." Diese Erklärung hatte Mahatma Gandhi 1930 von den Menschen gefordert, die mit ihm 1930 zum legendären Salzmarsch in Indien an das Arabische Meer aufbrachen.

"Calw trifft Indien", war das Hermann-Gundert-Jahr 2014 überschrieben. Der ehemalige Reichtum Calws und die Unabhängigkeit Indiens sind eng mit dem Salzhandel verbunden. Für Reinhard Kafka von der Evangelischen Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald, lag es daher nahe, im Rahmen des Kirchenbezirksfestes einen Salzmarsch zu organisieren. Schließlich stand das Fest unter dem Motto "Salz der Erde".

Mathias Reiter vom Stadttheater Pforzheim trug an ausgewählten Orten unter anderem Texte von indischen Philosophen, von Hermann Hesse und Friedrich Schiller zum Thema "Freiheit, Gerechtigkeit und "Eigensinn" vor. Sein Kollege Timo Beyerling inszenierte bewegende Szenen.

Als ein eingesperrter "Salzdieb" machte er die Anwesenden durch Schreie aus dem vergitterten Fenster des "Langen", dem ehemaligen Calwer Gefängnis, auf seine Situation aufmerksam. Als eine Teilnehmerin weiterlesen

Video Salzmarsch Calw

Ein Video zum Salzmarsch in Calw finden Sie als Dokumentation hier.



 
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