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Evangelischen Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald

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Viele Gesichter im Jahr 2017

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mehr Informationen in unserem Programmheft Februar bis August 2017


Dienstag, 21. März 2017, 19:30 bis ca. 21:30 Uhr

Veranstalter und nähere Infos:
Ev. Kirchengemeinde Nagold, Tel. 07452-8410-0
E-Mail: info@evang-kirche-nagold.de

Veranstaltungsort: Nagold, Lemberg-Gemeindehaus, Remigiusweg 3

Der Jakobusbrief
Eine stroherne Epistel?

mit Dr. Jonathan Whitlock, Pastor, Nagold

Mitveranstalter: ACK Nagold

Mittwoch, 22. März 2017, 14:30 bis ca. 17:00 Uhr

Veranstalter und nähere Infos:
Nachmittagsakademie Calw, Tel. 07051-12656
E-Mail: info@eb-schwarzwald.de

Veranstaltungsort: Calw, Haus der Kirche, Badstraße 27, Andreäsaal

Ein Rundflug über Württemberg
Historisch und poetisch kommentiert

mit Albrecht Esche, Pfarrer, Mössingen, und Manfred Grohe, Luftbild-Fotograph, Kirchentellinsfurt

Die württembergische Landesgeschichte spiegelt sich in vielen sichtbaren Zeugnissen, die in großartigen Luftbildern gezeigt werden. Wie in einem Bilderbuch erscheinen sie aus der Vogel-Perspektive "von oben", benötigen aber zu ihrem Verständnis auch Ansichten "von unten" durch Kommentare und Zitate. In einem Bild-Text-Dialog vereinen sich anmutige Sichtweisen auf altbekannte Stätten mit den kritischen "Fragen eines lesenden Arbeiters: Wer baute das siebentorige Theben? In den Büchern stehen die Namen von Königen. Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?" (Bertolt Brecht). Manfred Grohe, geb. 1938, ist Fotojournalist. Die Luftbildfotografie begeistert ihn bis heute. Albrecht Esche, geb. 1944, ist Theologe und Literaturwissenschaftler.

Mitveranstalter: Nachmittagsakademie Calw

Kosten: 5,00 €

Mittwoch, 22. März 2017, 20:00 bis ca. 21:30 Uhr

Veranstalter und nähere Infos:
Ev. Pfarramt Neubulach, Tel. 07053-7238
E-Mail: pfarramt@kirche-neubulach.de

Veranstaltungsort: Neubulach, Ev. Gemeindehaus, Mörikestraße 3

Frühlingsdekoration

mit Beate Reichert-Auer, Neubulach

Mitveranstalter: Treffpunkt der Frauen

Mittwoch, 22. März 2017, 19:30 bis ca. 21:30 Uhr

Veranstalter und nähere Infos:
Ev. Kirchengemeinde Nagold, Tel. 07452-8410-0
E-Mail: info@evang-kirche-nagold.de

Veranstaltungsort: Nagold, Lemberg-Gemeindehaus, Remigiusweg 3

Das Gleichnis von der königlichen Hochzeit (Matth. 22)

mit Dr. Walter Klaiber, Bischof i.R., Tübingen

Mitveranstalter: ACK Nagold

Freitag, 24. März 2017, 19:30 bis ca. 22:00 Uhr

Veranstalter und nähere Infos:
Ev. Pfarramt Althengstett, Tel. 07051-3265
E-Mail: pfarramt.althengstett@elkw.de

Veranstaltungsort: Althengstett, Ev. Gemeindehaus, Friedhofstraße 6

Leben mit leichtem Gepäck

mit Andrea Dreßen, Renningen-Malmsheim

Mitveranstalter: Begegnung am Abend für Frauen und Süddeutsche Gemeinschaft Althengstett

Samstag, 25. März 2017, 10:00 bis ca. 16:00 Uhr

Veranstalter und nähere Infos:
Ev. Pfarramt Neuhengstett-Ottenbronn, Tel. 07051-922380
E-Mail: pfarramt.neuhengstett@elkw.de

Veranstaltungsort: Neuhengstett, Petrus-Valdes-Haus, Möttlinger Straße 1

Grundlagenwissen Reformation
Oder warum Martin Luther der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort war

mit Prof. Dr. Tilman Schröder, Universität Hohenheim

Ein kurzweiliges Halbtagesseminar für alle, die einmal mehr über die Hintergründe der Reformation erfahren möchten. Prof. Dr. Tilman Schröder nimmt die Teilnehmer mit auf eine kleine Zeitreise, um so einen Einblick in die politischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge zur Zeit Luthers zu gewinnen. Dabei geht es nicht nur darum zu erfahren, warum Martin Luther der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort war. Auch seine Haltung gegenüber den Juden und im Bauernkrieg wird vor diesem Hintergrund hinterfragt. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt.

Kosten: 5,00 €

Montag, 27. März 2017, 19:30 bis ca. 21:30 Uhr

Veranstalter und nähere Infos:
Ev. Pfarramt Neusatz-Rotensol-Bernbach, Tel. 07083-4685
E-Mail: pfarramt.neusatz-rotensol@elkw.de

Veranstaltungsort: Rotensol, Dietrich-Bonhoeffer-Saal, Talstraße 4

Vom Thesenanschlag bis zum Augsburger Religionsfrieden
Herzog Christoph und die Reformation in Württemberg

mit Anneliese Oesch, Pfarrerin, Bad Herrenalb

Montag, 27. März 2017, 19:30 bis ca. 21:30 Uhr

Veranstalter und nähere Infos:
Ev. Pfarramt Feldrennach, Tel. 07082-2306
E-Mail: pfarramt.feldrennach@elkw.de

Veranstaltungsort: Feldrennach, Ev. Gemeindehaus, Kreuzstraße 21

Kommt und seht
Reformation und Kultur

mit Manfred Mergel, Pfarrer, Dornstetten-Aach, und Susanne Haselbacher, Pädgogische Projektmitarbeiterin, Calw

Der Abend nimmt kulturelle Entwicklungen zur Zeit der Reformation in den Blick und beleuchtet vor allem Luthers Sprach- und Schriftverständnis. Für diplomatische Formulierungen ist der Reformator nicht bekannt. Er wählt gern deftige Worte, "denn man muss nicht die Buchstaben in der lateinischen Sprache fragen, wie man soll Deutsch reden, wie diese Esel tun, sondern man muss die Mutter im Hause, die Kinder auf der Gassen, den gemeinen Mann auf dem Markt drum fragen und denselbigen auf das Maul sehen." Was war das reformatorische Anliegen dahinter und was hat das heute mit uns zu tun? Manfred Mergel ist Pfarrer in Dornstetten-Aach und Mundartpfarrer der Landeskirche. Susanne Haselbacher ist pädagogische Mitarbeiterin bei der Evangelischen Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald. Anmeldung erbeten bis 02.03.2017 an das Pfarramt Feldrennach.

Mitveranstalter: Evang. Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald, Calw

Dienstag, 28. März 2017, 14:30 bis ca. 16:30 Uhr

Veranstalter und nähere Infos:
Ev. Pfarramt Calw - Stadt, Tel. 07051-931112
E-Mail: pfarramt.calw.stadtkirche-2@elkw.de

Veranstaltungsort: Calw, Haus der Kirche, Badstraße 27, Gundertzimmer

Cluny
Die Perle in Burgund

mit Christel Hölscher, Calw

Cluny - ein Kloster mit langer Geschichte und engen Bezügen zum Kloster in Hirsau.

Mitveranstalter: Frauenkreis

Dienstag, 28. März 2017, 20:00 bis ca. 21:30 Uhr

Veranstalter und nähere Infos:
Ev. Dekanatamt Neuenbürg - Stadt, Tel. 07082-60411
E-Mail: dekanatamt.neuenbuerg@elkw.de

Veranstaltungsort: Neuenbürg, Ev. Gemeindehaus am Schlossberg, Burgstr. 1

Dr. Friedrich Megerlin
Ein Nationalsozialist als Dekan in Neuenbürg

mit Oliver Kling, Historiker, Feldrennach

„Du sollst dein Volk mehr lieben als dich selbst“ solche und ähnliche Sätze waren in den Jahren 1923 bis 1935 von der Kanzel der Neuenbürger Kirche zu hören. Mit Dr. Friedrich Megerlin hatte ein profilierter und überzeugter Nationalsozialist in den Jahren 1923 bis 1935 die Dekanatsstelle inne. Er gehörte der Kirchenpartei der Deutschen Christen an, die sich zum Ziel gesetzt hatte, Hitlers Ideen von Volk und Rasse auch in der Kirche umzusetzen. Jedoch gab es auch Gegenreaktionen, und so wurde Neuenbürg im Jahr 1935 zum Schauplatz des sogenannten „Kirchenkampfes“. Der Feldrennacher Historiker Oliver Kling hat zu diesem dunklen Kapitel Neuenbürger Geschichte an der Universität geforscht und sich bereit erklärt, uns Teile seiner Ergebnisse zu präsentieren.

Dienstag, 28. März 2017, 19:30 bis ca. 21:30 Uhr

Veranstalter und nähere Infos:
Ev. Erwachsenenbildung nördl. Schwarzwald, Tel. 07051-12656
E-Mail: info@eb-schwarzwald.de

Veranstaltungsort: Nagold, Ev. Lemberggemeindehaus, Remigiusweg 3

Maria - ökumenische Annäherung
Ein ökumenisches Konsens- und Streitgespräch

mit Ralf Albrecht, Evang. Dekan, und Holger Winterholer, Kath. Dekan, beide Nagold

Maria, die Mutter Jesu, kommt im evangelischen Glauben kaum vor. Nicht selten ist sie ein Stolperstein im ökumenischen Dialog. Was ist auf Grundlage der Bibel tatsächlich zu Maria zu sagen? Wie sind das Bild und die Rolle Marias in evangelischer und katholischer Kirche? Diesen Fragen gehen der katholische Dekan Holger Winterholer und der evangelische Dekan Ralf Albrecht an diesem Abend nach.

Mittwoch, 29. März 2017, 19:30 bis ca. 21:30 Uhr

Veranstalter und nähere Infos:
Ev. Pfarramt Stammheim, Tel. 07051-40380
E-Mail: pfarramt.calw-stammheim@elkw.de

Veranstaltungsort: Stammheim, Ev. Gemeindehaus, Gartenstraße 4

Auf den Spuren von Johann Sebastian Bach

mit Reinhold Schäffer, Stammheim

Mitveranstalter: Frauenabend

Donnerstag, 30. März 2017, 14:30 bis ca. 16:30 Uhr

Veranstalter und nähere Infos:
Ev. Pfarramt Neubulach, Tel. 07053-7238
E-Mail: pfarramt@kirche-neubulach.de

Veranstaltungsort: Neubulach, Ev. Gemeindehaus, Mörikestraße 3

Mit Psalmen Gott loben

mit Susanne Schard, Stuttgart

Mitveranstalter: Frauenkreis Neubulach

Donnerstag, 30. März 2017, 19:30 bis ca. 21:30 Uhr

Veranstalter und nähere Infos:
Ev. Pfarramt Zwerenberg, Tel. 07055-7333
E-Mail: pfarramt.zwerenberg@elkw.de

Veranstaltungsort: Zwerenberg, Ev. Gemeindehaus, Bernecker Straße 7

Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit
Vergangenheit als Quelle der Kraft und Veränderung

mit Helgrid Stegmann, Erzieherin und Psychologische Beraterin, Bad Dürrheim

Mitveranstalter: Frauenabend Zwerenberg 

Anmeldeschluss für Männer-Bergfreizeit in der Schweiz
Samstag, 1. April 2017

Veranstalter und nähere Infos:
Ev. Gesamtkirchengemeinde Nagold, Tel. 07452-841017
E-Mail: schmelzle@evang-kirche-nagold.de

Veranstaltungsort: Grindelwald / Schweiz, 

Männer-Bergfreizeit in der Schweiz vom 8. bis 12. Juli 2017

Leitung: Bernd Schmelzle, Gemeindediakon, Nagold

Ausführliche Informationen über Kosten, Anmeldung usw. erhalten Sie bei Bernd Schmelzle. Anmeldung erbeten bis 1. April 2017.

Samstag, 1. April 2017, 20:00 bis ca. 22:00 Uhr

Veranstalter und nähere Infos:
Ev. Kirchengemeinde Nagold, Tel. 07452-8410-0
E-Mail: info@evang-kirche-nagold.de

Veranstaltungsort: Nagold, Stadthalle, Burgstraße 18

Martin Luther und Thomas Müntzer oder die Einführung der Buchhaltung
Schauspiel von Dieter Forte

Das Stück spielt um 1514 und doch ist das politische Explosionspotential das Stückthemas - die Mechanismen der Macht - wie gemacht für unsere Gegenwart, geht es doch um Bankenkrisen, Staatsbankrotte und um die, jede Solidarität ausschließenden, zerstörerischen Auswirkungen des wirtschaftlichen Ungleichgewichts zwischen Arm und Reich. Es geht um Menschen im Netz der Macht.

Es geht um wechselnde Allianzen und die Verflechtungen von Kirchengeschichte, Politik und Wirtschaftsgeschichte zur Zeit der Reformation. In spannenden Handlungssträngen stellen 14 Schauspieler die Lebensstationen Luthers denen des Kaisers, des Papstes und der Kurfürsten gegenüber. Drahtzieher im Hintergrund ist Jakob Fugger, in dessen Bankgeschäfte alle eher mehr, als weniger verstrickt sind. Dieter Forte: "Es geht um Fuggers Einführung der Buchhaltung. Es geht um die erste große deutsche Revolution. Dass beides zusammenfällt, ist vielleicht kein Zufall."

Mitveranstalter: Stadt Nagold, Kulturamt, 07452-681-224, kultur@nagold.de

Kosten: Eintritt 16.00 - 20.00 €uro, ermäßigt 8,00 - 12,00 Euro. Karten im Vorverkauf (Rathauscafé Nagold) und an der Abendkasse

Montag, 3. April 2017, 15:00 bis ca. 17:00 Uhr

Veranstalter und nähere Infos:
Ev. Pfarramt Simmozheim, Tel. 07033-7379
E-Mail: pfarramt.simmozheim@elkw.de

Veranstaltungsort: Simmozheim, Ev. Gemeindehaus, Weil der Städter-Straße 2

Die Bernward-Tür

mit Edeltraut Kipp, Simmozheim

Die berühmte Hildesheimer Bronzetür und ihre musikalische Verarbeitung in einem modernen Oratorium.

Mitveranstalter: Frauenkreis Simmozheim

Montag, 3. April 2017, 14:30 bis ca. 16:00 Uhr

Veranstalter und nähere Infos:
Ev. Kirchengemeinde Nagold, Tel. 07452-8410-0
E-Mail: info@evang-kirche-nagold.de

Veranstaltungsort: Nagold, Haus der Kirche, Bahnhofstraße 16, Johannesraum

Maria Magdalena
Wegkreuzungen und Weichenstellungen im Leben einer Frau

mit Christa Albrecht, Pfarrerin, Nagold

Mitveranstalter: Senioren "Kreuz+quer"

Montag, 3. April 2017, 19:30 bis ca. 21:30 Uhr

Veranstalter und nähere Infos:
Ev. Pfarramt Feldrennach, Tel. 07082-2306
E-Mail: pfarramt.feldrennach@elkw.de

Veranstaltungsort: Feldrennach, Ev. Gemeindehaus, Kreuzstraße 21

Luther in Ghana?
Wie die Reformation über den Teich sprang

mit Heike Bosien, Pfarrerin, Stuttgart

"Reformation ist eine Weltbürgerin" heißt es im Vorwort des Magazins zum Themenjahr "Reformation und die eine Welt", denn reformatorische Bewegungen gab es auch jenseits der großen Ereignisse während des 16. Jahrhunderts in Europa. Im 19. Jahrhundert brachen viele junge Familien aus Württemberg nach Afrika auf. Die Armut im eigenen Land ließ sie aufbrechen. Im Gepäck hatten sie die Hoffnung auf eine bessere Zukunft und Luthers Reformationstheologie. Ghana war eines der Zielländer der Basler Mission.

Viele Württemberger prägten mit ihren Ideen das Land. Johannes Zimmermann wurde der Martin Luther Ghanas. Der Vortrag berichtet wie die Reformation nach Ghana kam und wie die Missionsgeschichte der Basler Mission die Geschichte Ghanas bis heute prägt. Die Referentin Heike Bosien ist Prälaturpfarrerin in Stuttgart und Geschäftsführerin des Dienstes für Mission, Ökumene und Entwicklung und Mitglieder der EKD-Kammer für Weltweite Ökumene.

Anmeldung erbeten bis 02.03.2017 an das Pfarramt Feldrennach.

Mitveranstalter: Evang. Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald, Calw

Montag, 3. April 2017, 15:00 bis ca. 17:00 Uhr

Veranstalter und nähere Infos:
Montagsakademie Altensteig, Tel. 07051-12656
E-Mail: info@eb-schwarzwald.de

Veranstaltungsort: Altensteig, Kath. Gemeindehaus, Karlstraße 13

Das zerschnittene Tischtuch des Abendmahls

mit Hans-Joachim Remmert, Diplomtheologe und Bildungsreferent, Calw

Seit 500 Jahren ist das Tischtuch des Abendmahls zerschnitten. Auch wenn es mittlerweile ökumenische Gottesdienste zwischen den unterschiedlichen Konfessionen gibt, bleibt das Abendmahl für diese Gemeinschaft ausgeschlossen. Vor allem konfessionsverschiedene Ehen leiden darunter und wünschen sich sehnlich, dass katholische und evangelische Christen endlich wieder am gemeinsamen Abendmahlstisch Platz finden. Warum ist das immer noch nicht möglich? Welche Schritte sind nötig, um das zerschnittene Tischtuch nach und nach wieder zu flicken? Wird es irgendwann möglich sein, ähnlich wie bei der Rechtfertigungslehre einen Konsens zu finden, der uns wieder im Abendmahl vereint?

Mitveranstalter: Montagsakademie Altensteig

Kosten: 5,00 €

Dienstag, 4. April 2017, 20:00 bis ca. 22:00 Uhr

Veranstalter und nähere Infos:
Ev. Gesamtkirchengemeinde Nagold, Tel. 07452-841017
E-Mail: schmelzle@evang-kirche-nagold.de

Veranstaltungsort: Nagold, Lemberggemeindehaus, Remigiusweg 3

Besser leben durch Fasten
Informationsabend zum Fasten in der Gruppe

mit Dr. med. Wolfgang Schlecht, Rohrdorf, und Bernd Schmelzle, Gemeindediakon, Nagold

Für alle, die zum ersten Mal fasten wollen, ist der Besuch des Informationsabends Voraussetzung zur Teilnahme am "Fasten in der Gruppe" vom 8. - 13. April 2017 auf der Grundlage des Heilfastens nach Dr. Buchinger/Lützner im Alltag.

Nähere Informationen bei Bernd Schmelzle.

Anmeldeschluss: 5. April 2017.

Dienstag, 4. April 2017, 09:00 bis ca. 11:30 Uhr

Veranstalter und nähere Infos:
Ev. Pfarramt Würzbach, Tel. 07053-8120
E-Mail: pfarramt.wuerzbach@elkw.de

Veranstaltungsort: Würzbach, Pfarrhaus, Calwer Straße 8

Umgang mit seelischen Verletzungen

mit Anita Stärkel, Calw-Stammheim

Mitveranstalter: Frauenfrühstück

Mittwoch, 5. April 2017, 19:00 bis ca. 22:00 Uhr

Veranstalter und nähere Infos:
Ev. Pfarramt Stammheim, Tel. 07051-40380
E-Mail: pfarramt.calw-stammheim@elkw.de

Veranstaltungsort: Stammheim, Ev. Gemeindehaus, Gartenstraße 4

Bibliodrama

mit Birgit Drexlin, Calw

weitere Termine: 3. Mai, 28. Juni 2017

Mittwoch, 5. April 2017, 14:30 bis ca. 17:00 Uhr

Veranstalter und nähere Infos:
Nachmittagsakademie Calw, Tel. 07051-12656
E-Mail: info@eb-schwarzwald.de

Veranstaltungsort: Calw, Haus der Kirche, Badstraße 27, Andreäsaal

Jesiden - Volk zwischen den Fronten
Geschichte der Verfolgung einer religiösen Minderheit

mit Dr. Khanna Omarkhali, Seminar für Iranistik, Georg-August-Universität Göttingen

Das Jesidentum ist eine religiöse Minderheit, die ursprünglich in Kurdistan beheimatet ist. Im August 2014 berichteten die internationalen Medien über die Jagd des "Islamischen Staates" auf Jesiden. Über Monate hinweg waren zehntausende Flüchtlinge im kargen Sindschar-Gebirge im Nordirak eingeschlossen. Bis dahin gab es kaum Informationen über Jesiden. Karl May hat in seinem Roman "Durchs wilde Kurdistan" (1892) das Volk als "Teufelsanbeter" beschrieben. Damit folgte er - wie andere - einer sehr verhängnisvollen Fehlinterpretation. Es ist das Ergebnis einer Fehlinterpretation der Rolle des Jesidi Tawûsî Melek ("der Pfau-Engel"). Die Referentin geht auf die Geschichte und Traditionen der Jesiden ein und befasst sich mit den Herausforderungen, denen das jesidische Volk aufgrund der Massaker, Verfolgung und Vertreibung ausgesetzt ist.

Diese Veranstaltung wird unterstützt durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg im Rahmen des Programms "Flüchtlingshilfe durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft. 

Mitveranstalter: Nachmittagsakademie Calw

Kosten: 5,00 €

 

 

 


aktuelle Programme und Flyer zum Download:

Halbjahresprogramm ab Februar 2017

Das Halbjahresprogramm informiert über ausgewählte Veranstaltungen in den Kirchengemeinden der Evangelischen Kirchenbezirke Calw, Nagold und Neuenbürg (Kreis Calw, westlicher Enzkreis und einzelne Gemeinden in den Kreisen Freudenstadt und Rastatt)

Halbjahresprogramm 2017 - 1


Aktuelle Programme der ökumenischen "Akademien"

Programme ab März 2017
Nachmittagsakademi             Montagsakademie           Ökumenisches Forum
Calw                                     Altensteig                        Neuenbürg
  Flyer Nachmittagsakademie Calw Flyer Montagsakademie Altensteig Flyer Ökumenisches Forum Neuenbürg

Samstag, 23. September, bis Sonntag, 8. Oktober 2017
Anmeldeschluss: 28. Februar 2017

Reise 2017: Ecuador

Studienreise:

Ein Stück vom Himmel
Höhepunkte Ecuadors

 

 

Weltkulturerbe- und Kolonialstädte wie Quito, Cuenca und Riobamba, Inkapaläste, Thermalquellen und Vulkane, magische Bergwelten und Naturparks. Ecuador hat auf einem überschaubaren Raum alles zu bieten, was wir mit Südamerika verbinden.

Knapp zweihundert Jahre nach Alexander von Humboldt reisen wir auf den Spuren des Forschers, der von keinem anderen Fleck der Erde so fasziniert war. Lassen wir uns von ihm anstecken. In unmittelbarer Nähe des Äquators sind wir dem Himmel nahe und finden uns urplötzlich in einem Naturparadies wieder. Authentische Begegnungen bringen uns die aktuelle Situation von Land und Leuten näher. Gottesdienstbesuche gehören zum Programmangebot dazu. Respekt vor Natur, Kultur und den Traditionen gehören zu unserem Reisegepäck und erinnern uns an Alexander von Humboldts Worte: „Was gegen die Natur ist, ist unrecht, schlecht und ohne Bestand!“

Eine dreitägige Verlängerung der Reise mit einem Aufenthalt im Insel- und Naturparadies Galapagos ist optional möglich.

Hinweis: Die Durchführung der Reise ist aufgrund der bisherigen Anmeldungen auch für das Verlängerungsprogramm gewährleistet. Weitere Anmeldungen nur für die Rundreise in Ecuador ohne Galapagos sind noch bis Ende März 2017 möglich, sofern die Reise nicht vorher ausgebucht ist. Allerdings können Mehrkosten durch erhöhte Fluggebühren entstehen. Stand: 28.02.2017

Nähere Infos und Anmeldung hier

Berichte aus der Arbeit des Bildungswerks:

Reisebericht Georgien - Armenien - Iran 2016 28 Teilnehmende aus der Region waren vom 1. bis zum 20. Oktober 2016 mit der Evangelischen Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald unterwegs auf der ehemaligen Seidenstraße zwischen Tblisi - Jerewan - Teharan und Shiraz. Sie ebsuchten nicht nur viele Statten des Weltkultur-Erbes, sondern trafen sich auch mit Christinnen und Christen in Georgien, Armenien und dem Iran.

Ihre Eindrücke haben sie in einem Reisebericht festgehalten.

Download als PDF-Dokument


Wolf Kirchberg berichtet über Trauma

Wenn der Krieg im Kopf nicht aufhört

Diplompsychologe Wolf Kirchberg gab in der Nachmittagsakademie Calw Anregungen für Angehörige und Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit

Zwei Photos befinden sich auf der Leinwand im Haus der Kirche in Calw. Eines davon zeigt Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten im Jahr 1945, ein anderes Photo Flüchtlinge auf der Balkanroute 2015. Ein Teilnehmer fragt: „Muss ich ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich mich mit dem Photo mit den Menschen am Ende des Zweiten Weltkriegs stärker identifiziere?“ Wolf Kirchberg ist Psychologe und erläutert im Rahmen der ökumenisch orientierten Nachmittagsakademie Calw posttraumatische Belastungsstörungen. Er weiß, dass Diskussionen über Flüchtlinge ein heißes Eisen sind. Auf der einen Seite befinden sich die Menschen, die helfen wollen und sich ehrenamtlich bis an den Rand ihrer Kräfte engagieren. Auf der anderen Seite gibt es die Vorbehalte gegenüber der „Willkommenskultur“, die teilweise mit Angst gepaart sind. Das ist nicht neu, wie Kirchberg mit einem Photo aus dem Jahr 1945 verdeutlicht. Bürger demonstrieren mit einer Aufschrift „Badens schrecklichster Schreck – der neue Flüchtlingstreck!!“ Und es gibt Menschen, die ihre eigenen Familienschicksale nicht loslassen.

„Nein, Sie sind völlig normal!“ Der Teilnehmer ist sichtlich beruhigt. „In der Psychologie komme ich mit moralischen Maßstäben meist nicht weiter“, erläutert Wolf Kirchberg seine Aussage. „Ich nehme den Menschen in den Blick und halte mir seine jeweilige Situation vor Augen. Mit erhobenem Zeigefinger komme ich in einer Therapie nicht zum Erfolg.“ weiterlesen


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Bertelsmann-Stiftung:
Landkreis Calw belegt in Sachen Weiterbildung bundesweit einen Spitzenplatz

Reinhard Kafka freut sich für die Evangelische Erwachsenenbildung im nördlichen Schwarzwald

„Die Lust auf Weiterbildung und lebenslanges Lernen sinkt“. So lautet das Ergebnis einer kürzlich vorgestellten Studie der Bertelsmann Stiftung . In ganz Deutschland? Nein! Ein von Schwabenköpfen geprägter Landkreis hört nicht auf, dem Genossen Trend Widerstand zu leisten. Denn wenn man die Ergebnisse der Studie genauer unter die Lupe nimmt, stellt man schnell fest: der Landkreis Calw ist bundesweit mit an der Spitze bei der Nutzung von Weiterbildungsangeboten – und in diese Statistik fließen die Daten aus der Evangelischen Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald mit ein. „13.070 Unterrichtseinheiten aus dem Bereich der Evangelischen Kirchengemeinden und des Bildungswerks konnten wir allein für 2015 nachweisen. 42.645 Personen nahmen an den Veranstaltungen teil.“ Reinhard Kafka, Geschäftsführer der Evangelischen Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald und Mitglied im Kuratorium der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, ist voll des Lobs für alle, die sich – überwiegend ehrenamtlich -engagieren.

Die Zahlen sprechen für Reinhard Kafka eine klare Sprache: „13.070 Unterrichtseinheiten, das bedeutet, dass in unserem Bereich 2015 an jedem Kalendertag (einschließlich Sonntag) etwa 36 Stunden Weiterbildung nicht nur angeboten sondern tatsächlich in Anspruch genommen wurde (von durchschnittlich 23 Personen pro Veranstaltung).“ Sein Bildungswerk sieht er als Teil eines Netzwerks mit der Katholischen Erwachsenenbildung Nördlicher Schwarzwald und den VHS’en in Calw und Nagold. „Ein toller Landkreis, wir freuen uns!“. Jede Bildungseinrichtung setzt eigene Schwerpunkte. „Wir machen viel im Bereich Familie. Mutter-Kind-Gruppen haben in den meisten Gemeindehäusern einen festen Platz, etwas rückgängig sind die Angebote für Senioren.“ Einen thematischen Schwerpunkt bilden die gut nachgefragten Veranstaltungen zu Philosophie, Theologie, Religion. Etwa 40 Prozent der Veranstaltungen widmen sich diesen Fragestellungen. „Schließlich haben in unserer Region Glaubensfragen seit jeher einen hohen Stellenwert und offene Angebote stoßen daher auf ein gewöhnlich hohes Interesse.“

Für die kommende Zeit hat sich die Evangelische Erwachsenenbildung viel vorgenommen. „Das Reformationsjubiläum geht bestimmt nicht still und klanglos an uns vorbei. Die Frage, wie Flüchtlinge in unserer Umgebung Unterstützung finden können, treibt gerade viele Initiativen im Umfeld der Kirchengemeinden um. Christliches Profil ist wieder neu gefragt.“ Mitte August wird das neuen Programmheft des Bildungswerks vorliegen. Nähere Informationen gibt es dann auf unserer Homepage.


Reisebericht Äthiopien 2015

Reisebericht einer Begegnungsreise nach Äthiopien

29 Teilnehmer waren im Herbst 2015 mit der Ev. Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald 14 Tage lang unterwegs in Äthiopien. Sie folgten damit einer Einladung der Mekane Yesus Kirche, der größten lutherischen Kirche Afrikas. Mit auf dem Besuchsprogramm waren Besuche in Westäthiopien. Im Norden konnten der Tana-See, Gondra und die Felsenkirchen in Lalibela aus dem 12. Jahrhundert (Nachbau des Heiligen Jerusalems) besichtigt werden. Download


Kirche in Gimbi

Die Kirchen sind zu klein

Reisegruppe der Evangelischen Erwachsenenbildung war unterwegs in Äthiopien

Es hat etwas Überzeugungsarbeit gedauert. Schließlich war Assefa Ayele bereit, dreißig Teilnehmern einer Studien- und Begegnungsreise der Evangelischen Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald eine Fahrt mit der Tram in Äthiopiens Hauptstadt Addis Adeba zu ermöglichen. Der erfahrene Reiseleiter war bisher noch nie in den hochmodernen Wagons aus chinesischer Produktion unterwegs gewesen. Es ist die erste vollelektrische Stadtbahn ihrer Art in den knapp 50 Staaten Afrikas südlich der Sahara. Ende September 2015 wurde ein erstes Teilstück mit einer Länge von 14 Kilometern eröffnet. Am Schluss war Assefa begeistert: „Ein Meilenstein in der Geschichte unseres Landes! Ein Tor zur Moderne hat sich geöffnet. Bislang ist Äthiopien international nur als bettelarmes Land bekannt.“

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Szenen aus der NS-Zeit irritieren

Szenischer Rundgang durch Calw

Ein Bericht im Schwarzwälder Bote vom 20. Juli 2015

Es war, als ob der Himmel weinen wollte über das, was sich vor mehr als 70 Jahren in der NS-Zeit in Calw zugetragen hat. In die drückende Hitze hinein ergossen sich immer wieder Regenschauer auf die gespannt lauschenden Zuhörer. Die Teilnehmer am Stadtrundgang mit dem Thema "Calw in der NS-Zeit" hörten und sahen bewegende Szenen, die ihnen sichtlich unter die Haut gingen.

"Die Juden müssen weg. Sie sind unser Untergang", hallt es plötzlich in aggressivem Ton über den Marktplatz. Verdutzt bleiben Passanten stehen und lauschten irritiert. Fenster der Häuser am Marktplatz öffnen sich und aufgeschreckte Bürger werden zu Zaungästen.

Zwei Jungen, Schüler der Badstraßenschule, meinen es handele sich um echte Streitigkeiten auf dem Marktplatz und eilen herbei. "Kann ich helfen, ich bin Streitschlichter in der Schule", ruft der zwölfjährige Junge aus dem Kosovo. Das ungeplante Zwischenspiel wird von den Umstehenden lobend wahrgenommen.weiter


Für manche findet der Weltkrieg nie ein Ende

Schwarzwälder Bote (Alfred Verstl) berichtet auf Seite 3 über eine Veranstaltung der Evangelischen Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald in Calw am 5. Mai 2015 mit Professor Dr. Hartmut Radebold, Kassel.

Der Artikel kann hier heruntergeladen werden.

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rbsuedindien.jpg Reisebericht der Studien- und Begegnungsreise nach Südindien auf den Spuren von Hermann Gundert (1814-1893)

26 Teilnehmer sind vom 26. Oktober bis zum 10. November 2014 in Südindien unterwegs gewesen.

Hier ist zu lesen, welche Erfahrungen Sie gesammelt haben

(PDF-Dokument, ca. 3 MB).

 

Aktuelles

Altensteig: Feldpost offenbart des Vaters Wesen

Schwarzwälder Bote 20150312

Ein lieber Vater, ein prügelnder Vater und einer, dessen Wesensart sich seinen Kindern erst aus Briefen erschloss, die sie 1982 von der Mutter in drei Schuhkartons überreicht bekamen. Die Erfahrungen der "Kriegskinder", die in der Montagsakademie zur Sprache kamen, sind vielschichtig.

Richtig kennengelernt hat der frühere Rektor des Altensteiger Christophorus-Gymnasiums das Familienoberhaupt – abgesehen von kurzen Urlaubsaufenthalten und am Krankenlager – letztlich nur durch die weit mehr als 400 Schreiben, die er als Kompanieführer aus Russland, Belgien, Frankreich und den baltischen Staaten per Feldpost "an meine Lieben daheim" schickte.

Was der heute 84-jährige Lehrer als Kriegskind erlebte, darüber hat ihn der Geschäftsführer der evangelischen Erwachsenenbildung, Reinhard Kafka, in der Altensteiger Montagsakademie interviewt. Und nach der obligatorischen Kaffeepause berichteten einige Zuhörer im katholischen Gemeindehaus, wie es ihnen in dieser Zeit erging, welche Grenzerfahrungen sie an der Schwelle zwischen Leben und Tod gemacht haben und warum in der Familie später über die Zeit zwischen 1933 und 1945 so wenig – wenn überhaupt – gesprochen wurde.

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Altensteig: Nach dem Krieg war Ablehnung groß

Jeder zweite Einwohner von Altensteig ist fern der Flößerstadt zur Welt gekommen. Viele "Reingeschmeckte" kommen aus der ehemaligen DDR, andere von weit her. Was sie "Zwischen gestern und morgen" – so der Titel der Veranstaltung in der Montagakademie – erlebt haben, berichteten vier Männer und drei Frauen.

Ausländer, Spätaussiedler, Flüchtlinge, Menschen auf der Suche nach Arbeit und Wohnraum sind nach Altensteig gezogen. Die meisten wollen für immer hier bleiben, hat Pfarrer Thomas Essrich beim Gespräch mit Zugereisten im katholischen Gemeindehaus erfahren.

Bei Hermann Brenner (76) erübrigte sich die Frage. Der Metzgermeister hat in Altensteig das elterliche Fleischereifachgeschäft übernommen. Nach dem Zweiten Weltkrieg sollte sich sein Vater als Gemeinderat um die Unterbringung von ostdeutschen Flüchtlingen kümmern. Die Begeisterung habe sich bei den Einheimischen in Grenzen gehalten. "Wir haben genug mit uns zu tun, jetzt sollen wir auch noch Leute aus dem Osten aufnehmen", habe der Vater wiederholt zu hören bekommen. Von der unverhohlenen Ablehnung jener Zeit sei, so Brenner, aber längst nichts mehr zu spüren.

Pieter de Jong ist gebürtiger Holländer. Mit 24 Jahren zog es ihn hinaus in die Welt. Ein Vierteljahrhundert arbeitete der Ingenieur in Afrika, sieben Jahre in Asien. Als der Mittsiebziger in Liberia eine Frau kennen lernte, kam er zum ersten Mal mit dem Schwarzwald in Berührung. In Altensteig fühlt er sich heute heimisch. Was ihm am Anfang missfallen habe: "Wir haben viele Leute zu uns eingeladen – aber umgekehrt war das nie der Fall."

Richard Mücke (85) hat 1929 im Sudetenland im deutsch-österreichisch-tschechischen Grenzgebiet das Licht der Welt erblickt. Als er neun Jahre alt war, brach der Zweite Weltkrieg aus. "Ich habe viele beängstigende Situationen erlebt", berichtete er mit belegter Stimme. Mit fünfzehneinhalb Jahren wurde er in die Wehrmacht eingezogen. 1946 sei die Familie "von einem Tag auf den anderen" von der tschechischen Kommandantur aufgefordert worden, das überwiegend von Deutschen bewohnte Gebiet zu verlassen. Die Familie sei gezwungen worden, mit unbekanntem Ziel in einen von 40 Viehwaggons zu steigen. Die Befürchtungen, nach Sibirien verbannt zu werden, hätten sich "Gott sei Dank" nicht bewahrheitet. Gelandet seien sie in Bayern. Als Jugenddorfleiter des CJD sei er 1962 nach Altensteig gekommen und habe dort schnell Anschluss gefunden.

Gudrun Lassahn kommt aus Sachsen. Als Bessarabiendeutsche musste ihre Mutter die rumänische Sprache lernen. Weil sie sich als Schwabenstämmige fühlte, "wollte ich unbedingt nach Baden Württemberg". Allerdings nicht nach Altensteig, sondern aufs flache Land. Es ist anders gekommen. Inzwischen fühlt sich die Frau eines Zahnarztes in ihrer neuen Heimat wohl. Im Altensteiger Liederkranz habe sie viele nette Menschen kennengelernt.

Lydia Bay stammt aus Usbekistan, 1993 kam sie nach Deutschland, lebte zuerst in Wildberg und seit 1996 in Altensteig. "Mein Heimatland ist schön, aber die Flüsse sind sehr kalt", erzählt die 59-Jährige mit einem Lächeln im Gesicht. Der Neuanfang in Altensteig sei ihr wegen der Sprache und weil sie den Beruf als Baumeisterin nicht mehr ausüben konnte schwer gefallen. Weil in Usbekistan "Faschisten an der Regierung" seien und Deutschland eine Demokratie sei, wolle sie auf keinen Fall in ihr Heimatland zurückkehren. weiterlesen


Seelennahrung von hoher Qualität

Präsentation Qualitätssiegel

Im Beisein von Prälat Christian Rose und dem Calwer Dekan Erich Hartmann stellte Schuldekan Thorsten Trautwein das Qualitätssiegel der Evangelischen Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald vor.

Umfangreiche Maßnahmen hatte in einem zwölfjährigen Prozess zur Zertifizierung geführt. Dafür wurde beispielsweise ein Leitbild erstellt und ein Qualitätsmanagementsystem entwickelt. "Wir haben eine Bestandsaufnahme gemacht", unterstrich Trautwein, "einen externen Auditor hinzugezogen, ein Handbuch zusammengestellt und Entwicklungsprojekte benannt."

Die Mühe hat sich gelohnt. Viele Abläufe von der Planung bis zur Auswertung einer Veranstaltung sind jetzt klar und nachvollziehbar strukturiert. Vorher hat alles auch funktioniert, aber jetzt sind die Verantwortlichkeiten transparent geklärt. "Wir setzen auf Beständigkeit, aber es gibt – wie wir es im Calwer Hermann-Gundert-Jahr mit 20 eigenen Veranstaltungen entdecken durften – immer wieder Platz für Entdeckungen an neuen Orten mit neuen Formaten und anderen Partnern. Die gute Nachfrage begeistert und bestärkt uns in unserer Arbeit", erklärte Reinhard Kafka, der Leiter des Bildungswerks.

Die Aufgabe des Bildungswerks sei es zuvorderst, die Kirchengemeinden zu unterstützen, Referenten zu vermitteln und als kirchlicher Dienstleister aufzutreten. Es sei jetzt Aufgabe gewesen, sich des eigenen Auftrages zu vergewissern auch im Hinblick auf Partnerschaften, auf den demografischen Wandel, die besondere Situation des ländlichen Raums und der technischen Entwicklung der Kommunikationswege. "Das Internet kann aber die persönliche Begegnung nicht ersetzen. Der Austausch von Meinungen in Lebens- und Glaubensfragen wird an Bedeutung nicht verlieren, stellt aber die Anbieter vor Veranstaltungen vor immer größer werdende Herausforderungen", ist sich Pfarrer Martin Schoch, Beauftragter für Erwachsenenbildung im Kirchenbezirk Calw, sicher.

"Wir haben inzwischen eine weiter gewachsene Zielgruppe, nämlich die der älteren, mobilen, gebildeten Menschen", erläuterte Schuldekan Trautwein, der Vorsitzend des Bildungswerks. "Es gehe um lebensbegleitendes Lernen weiterlesen

Salzmarsch: Widerstand ist friedlich

Salzmarsch Calw

Mit weißen Schals und dem Aufdruck "Salzmarsch Calw 2014" machten sich mehr als 100 Personen zwei Stunden lang auf den Weg durch die Calwer Straßen.

Zuerst mussten sie allerdings im Hermann-Hesse-Museum ein Gelöbnis unterschreiben: "Wir üben keine Gewalt aus. Unser Widerstand ist friedlich – auch um den Preis des eigenen Lebens." Diese Erklärung hatte Mahatma Gandhi 1930 von den Menschen gefordert, die mit ihm 1930 zum legendären Salzmarsch in Indien an das Arabische Meer aufbrachen.

"Calw trifft Indien", war das Hermann-Gundert-Jahr 2014 überschrieben. Der ehemalige Reichtum Calws und die Unabhängigkeit Indiens sind eng mit dem Salzhandel verbunden. Für Reinhard Kafka von der Evangelischen Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald, lag es daher nahe, im Rahmen des Kirchenbezirksfestes einen Salzmarsch zu organisieren. Schließlich stand das Fest unter dem Motto "Salz der Erde".

Mathias Reiter vom Stadttheater Pforzheim trug an ausgewählten Orten unter anderem Texte von indischen Philosophen, von Hermann Hesse und Friedrich Schiller zum Thema "Freiheit, Gerechtigkeit und "Eigensinn" vor. Sein Kollege Timo Beyerling inszenierte bewegende Szenen.

Als ein eingesperrter "Salzdieb" machte er die Anwesenden durch Schreie aus dem vergitterten Fenster des "Langen", dem ehemaligen Calwer Gefängnis, auf seine Situation aufmerksam. Als eine Teilnehmerin weiterlesen

Video Salzmarsch Calw

Ein Video zum Salzmarsch in Calw finden Sie als Dokumentation hier.



 
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